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  • AutorenbildAdrian Kluck

Unternehmer-Tagebuch | Dezember 2021 - Start mit Amazon FBA!


Eigentlich bin ich bereits im Februar 2021 mit Amazon FBA gestartet. Allerdings habe ich mich erst einmal ausprobiert und testweise Produkte aus meinem eBay Shop verkauft. Dadurch habe ich kaum Kapital riskiert und viel gelernt. Wie immer, wenn man etwas Neues ohne Hilfe anfängt, habe auch ich natürlich viele Fehler gemacht. Trotzdem konnte ich den Großteil der Artikel profitabel verkaufen und habe am Ende sogar schwarze Zahlen geschrieben! So sah das dann von Februar bis November aus:

In der Zwischenzeit habe ich mich natürlich immer weitergebildet und meine ersten richtigen Produkte bestellt. Allerdings verzögert sich durch die Produktion und Lieferung alles, weshalb meine ersten bestellten Produkte erst richtig im Februar-Tagebuch thematisiert werden.


 

Machen wir aber weiter im Dezember 2021.

Diesen Monat kam meine erste Lieferung der neuen Waren an. Fehler gemacht? Einige.

Zuvor habe ich die Ware immer unkompliziert per Flugzeug importiert. Das hat 7-10 Tage gedauert und ist meistens nur für kleine Waren eine Option. Da meine neuen Produkte aber größer sind und die Lieferkosten aktuell stark ansteigen, habe ich mich für den Versand über den Seeweg per Schiff entschieden. Mit Verzögerungen hat das ganze etwa 90 Tage gedauert.


Die Lieferung nach Hause in die Garage war ganz lustig. Es fing damit an, dass ein Anruf aus Bulgarien kam. Es wurde mir vermittelt, dass der Fahrer in 30 Minuten da ist. Dass sogar der LKW ein bulgarisches Kennzeichen hatte, hat mich verwundert. Ich habe eigentlich mit einem Fahrzeug von Kühne+Nagel gerechnet, ist ja aber auch egal.

Der Fahrer konnte kaum Deutsch und wusste nicht recht, was er mit seinem LKW in einer Wohnsiedlung anfangen soll.


Als die Ware dann per Hebebühne vollständig ausgeladen wurde, fragte er mich nach fünf Austauschpaletten. Ups.

Die hatte ich natürlich nicht. Deswegen hat der ganze Prozess noch einmal 30 Minuten gedauert, weil wir jedes Paket

einzeln von der Palette holen mussten.


Das war also der erste Fehler. Ich habe mich nicht um Austauschpaletten gekümmert bzw. vorher nicht B5escheid gesagt, dass ich keine habe.

Der nächste Fehler hat mich vor allem Zeit gekostet. Ich habe nach Fertigstellung der Produktion keine 10-15 Exemplare schnell per Flugzeug nach Deutschland schicken lassen, um dem Fotografen schon einmal Produkte für die Bilder senden zu können und den Rest ins Amazon Lager zu schicken. So hätte ich während der Lieferung der restlichen Produkte bereits Bewertungen sammeln können. Das hat mich etwa 3 Wochen gekostet. Kann man sich sparen!


Der letzte Fehler war besonders ärgerlich. Ein Karton darf maximal 23 kg wiegen, damit Amazon diesen im Lager annimmt. Meine Kartons wogen jeweils 28 kg. Ich musste also zusätzliche Kartons für 70,00 € bestellen und alles umverpacken.



Ich habe meine Steuern vollständig abgegeben


Ab dem 01.01.2022 übernimmt mein neuer Steuerberater endlich alle steuerlichen Angelegenheiten. Anfangs kann man das selbst mit Buchhaltungsprogrammen machen, auch jetzt könnte ich das theoretisch noch selbst machen. Mit der Zeit wurden es aber immer mehr Aufgaben, die einfach nur noch lästig und zeitraubend sind. Man glaubt es kaum, aber am Anfang hat mir das Einbuchen von Belegen sogar noch wahnsinnigen Spaß bereitet. Zudem bin ich mir sicher, dass ich bereits Fehler in der Buchhaltung gemacht habe und auch noch machen werde. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, das ganze abzugeben.



Die organischen Umsätze in der Weihnachtszeit steigen enorm


Auch im gesamten Dezember habe ich bisher nur meine Testprodukte abverkauft. Da die Produkte nicht unbedingt schnell verkauft werden müssen, habe ich keine Werbung geschaltet. So hat sich rein organisch ein Umsatz von ca. 3000 € und ein Nettogewinn von 660 € ergeben. Nach allen Fixkosten blieben dann knapp 400 € übrig. Das ist natürlich cool und zeigt noch einmal, wie wichtig ein gutes Listing und eine starke Verkaufshistorie sind. Für eines dieser Produkte habe ich zuletzt im Juni Werbung geschaltet und es kamen im Dezember teilweise noch 10 Verkäufe täglich ein.


Ich habe unnötig Geld beim Launch meines neuen (und ersten richtigen) Produkts verloren


Genau das Produkt, von dem ich am Anfang dieses Artikels erzählte, habe ich in der letzten Dezemberwoche gelauncht. Aber warum habe ich unnötig Geld verloren? Aus Ungeduld. Ich habe keine Bewertungen gesammelt und das Produkt einfach gelauncht. Das hat bei hohen Werbeausgaben leider kaum Verkäufe gebracht. Mein ACoS (Advertising Cost of Sale, also der prozentuale Betrag der Werbekosten am Umsatz) lag im Schnitt bei 90 %.

Das Problem beim Sammeln von Bewertungen ist folgendes: Ich würde es nicht mehr versuchen, Freunde oder Bekannte mein Produkt bewerten zu lassen. Amazon ist einfach zu schlau geworden und erkennt sowas recht schnell. Damit hergehend können Produkt- oder sogar Accountsperrungen folgen. Will man das wirklich riskieren?

Amazon bietet mit seinem "Vine" Programm einen Service an, bei dem Testkäufer das Produkt kostenlos erhalten und anschließend eine Bewertung abgeben. Das kostet jedoch 170 € und es kann lange dauern, bis sich genügend Testkäufer gefunden haben. Eine andere Wahl hat man aber bedauerlicherweise nicht, wenn man alles sauber über die Bühne bringen will.


Ich habe also ein komplett neues Listing erstellt und die Artikel für das Vine Programm angemeldet. Das hat zur Folge, dass ich jeden Artikel neu etikettieren muss. Das hätte ich doch so leicht vermeiden können ...



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